Tief verwurzelte Tradition wird zu neuem Leben erweckt

Sotciastel steht für langjähriges Herzblut der Familie Pitschieler. Ihre authentische Lebensweise hat diesen Ort ganz besonders geprägt: erleben Sie mit uns ein Stück von Alta Badias Geschichte.

Im Jahr 1276 wird der Hof das erste Mal namentlich erwähnt in einem Schriftstück des Klosters Sonnenburg in Bruneck. Doch schon viel früher haben sich Menschen auf diesem Hügel angesiedelt. Auf der Kuppe neben dem Haus sowie im Keller des Sotciastel fand ein österreichischer Forscher 1953 Tassen aus Lehm, Messer und andere Werkzeuge, die Zeugnis einer Siedlung aus der Bronzezeit sind.
Auf der Wiese oberhalb der Scheune fand man wiederum vor 150 Jahren Münzen und Relikte aus der Zeit der Römer. Man vermutet, dass in der Nähe eine Wehranlage errichtet wurde, von der leider nichts mehr erhalten ist. Die Familie Pitscheider lebt seit Anbeginn an diesem magischen Ort und kennt unglaubliche Geschichten der Ahnen, die sie gerne weitergibt. Erst 1986 wurde eine richtige Straße zum Hof geplant und damit auch das Leben der Familie sehr verbessert. Bis 2005 lebten alle Familienmitglieder auf dem alten Hof ohne Heizungssystem. Im Winter konnten die Temperaturen im Haus weit unter den Gefrierpunkt fallen. Nur die große Stube und die Küche wurden von einem Holzofen erwärmt. In den letzten Jahren wohnten die Eltern von Hildegard nur noch im Sommer im Haus und ab und zu wurde in der alten Küche ein typisch ladinisches Abendessen für Gäste zubereitet.